Meditation
Einleitung
Jeder von uns kennt das. Wir fahren Auto und denken darüber nach, was noch alles zu erledigen ist.
Wir gehen durch die Natur und denken, statt die Natur wahrzunehmen. Jedem von uns fallen bestimmt noch zahlreiche Situationen ein, bei denen man "nicht bewusst" bei einer Sache ist.
Wir haben es nicht einfach in dieser schnellen Zeit.
Nachrichten und Bilder aus der ganzen Welt überfluten uns. Informationen und Wissen sind sofort über das World Wide Web abrufbar. Dies ist nicht nur negativ zu sehen, aber auch hier ist ein bewusster Umgang, welcher nur von uns ausgehen kann, von Vorteil.
Beruflich werden wir bis an unsere Grenzen gefordert, nicht immer nur durch mehr Arbeit sondern auch durch wenig humanen Umgang mit dem Menschen.
Es ist ein einziges Wirbeln, wir verstreuen unsere Energien. Stellen Sie sich ein Glas, gefüllt mit Sand und Wasser vor. Wenn es geschüttelt wird ist das Wasser trüb, erst wenn es zur Ruhe kommt wird das Wasser klar.
Wir leben dieses Leben, müssen mit dieser Zeit "klar" kommen. Jeder Einzelne für sich kann sich die Priorität setzen, wieder Zeit für sich selbst zu haben. Wie der Fuchs, der zum "Kleinen Prinzen" spricht: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." von Antoine de Saint-Exupéry.
Wir ernten was wir säen. Ayurveda lehrt uns, beim Kochen nur gute Gedanken zu haben. Jeder kennt dies, wenn wir mit allen Sinnen kochen, wird das Essen auch gut schmecken.
Es gibt viele Wege, wichtig ist, dass wir den ersten Schritt in die für uns stimmige Richtung machen.
Meditation erfordert eine gewisse Disziplin, wie auch der Schweinehund zum Joggen erst mal überwunden werden muss. Hat man ihn einmal überwunden spürt man den für sich positiven Aspekt.
Meditation hat eine positive Wirkung auf Gesundheit und Psyche. Sie führt uns immer mehr in die Ruhe und ins Gleichgewicht. Wir begegnen dem Leben gelassener, bewusster und mit mehr Freude.
Gerade in unserer "schnellen Zeit" wird es immer wichtiger zur Ruhe zu kommen, dabei möchte ich Sie gerne unterstützen.
Was ist Meditation?
Meditation hat nichts mit einer Sekte, der Esoterik -Szene oder Glaubensrichtung zu tun. In den spirituellen Traditionen der Welt, die zum Teil 5000 Jahre alt sind, finden sich Aussagen welche mit den Beobachtungen unserer heutigen Wissenschaft übereinstimmen.
Meditation ist ein Weg, sich und sein selbst wieder wahrzunehmen und aus seinem Urgrund zu schöpfen. Achtsam mit sich und seiner Umwelt umzugehen.
Meditation ist universell. Man findet sie sowohl in der christlichen Tradition als auch in den fernöstlichen Traditionen.
Meditation ist ein Zustand von wachem und entspanntem Bewusstsein in Achtsamkeit. Das Üben von Ruhe und Gelassenheit (sanft und ohne Leistungsdruck!).
Diese Eigenschaften übertragen sich mehr und mehr in unseren Alltag und wir können Entscheidungen klarer, zentrierter und achtsamer aus unserer Mitte heraus treffen. Wir begegnen dem Leben insgesamt freudvoller.
Welche Arten der Meditation gibt es?
Es gibt zahlreiche (aktive) und (passive) Meditationen.
Die Zielsetzung ist entscheidend.
Es gibt
Was macht man beim Meditieren?
Um auf mein Beispiel der Einleitung zurück zu kommen: Man fährt (nur Auto), man geht (nur spazieren), man isst, man spült usw.
Singen Sie mal wieder, dies ist einfach, beim Singen machen Sie genau das "nur singen".
Wir bringen unseren Verstand und unser Denken zur Ruhe, indem wir unseren Fokus auf nur eins richten.
Hier gibt es wieder vielfältige Möglichkeiten, dies zu praktizieren.
Wir können den Atem nur beobachten, Atemzüge zählen, wiederkehrend Bewegungen ausführen, mit Leitworten (Mantra) meditieren, Mantren chanten, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.
Hier eine Übung:
Denken sie beim Einatmen "FEIER
und beim Ausatmen(dies sollte länger als, das einatmen sein)ABEND". Diese Übung können Sie auch gut während Spaziergängen in der Natur üben, aber bitte nur wenn sie denken :
Eine weitere Übung :
Zählen sie bei jedem Ausatmen von 1-10 und wiederholen sie das Zählen. Wenn sie rauskommen, fangen Sie einfach wieder bei 1 an. Seien sie sanft zu sich, diese Übung ist gar nicht so einfach.
Die Übungen können Sie in Meditationshaltung oder beim Gehen üben. Für den Anfang reichen 10 Minuten.
Bei der kontemplativen Meditation (oder Schweige-Meditation) mit spirituell-religiöser Ausrichtung ist das Ziel die Auflösung des Egos um zu einem göttlichen- oder ALL Eins-Bewusstsein zu gelangen. Man widmet sich absichtslos einer Sache und überlässt sich vertrauensvoll einer ordnenden Instanz. Die Meditation zielt durch die psychischen Schichten hindurch, auf "das Eine" in uns und allem. Bei konsequenter Übung kommt es zu einem Prozess der Selbsterforschung und Selbstentfaltung.
Was bewirkt Meditation?
Regelmäßige Meditation hat eine positive Wirkung auf Gesundheit und Psyche. Sie führt uns immer mehr in die Ruhe und ins Gleichgewicht. Wir begegnen dem Leben gelassener, bewusster und mit mehr Lebensfreude.
Einige wichtige Resultate nach ²Schwäbsich/Siems über Meditation:
Körperliche Wirkungen:
Der Sauerstoffverbrauch des Körpers nimmt ab, und zwar sogar gelegentlich stärker als im Schlaf
Der elektrische Hautwiederstand nimmt ab (ein Indiz für zunehmende Entspannung und Angstfreiheit)
Die Atemfrequenz nimmt ab
Der Blutdruck sinkt
Das Herz schlägt langsamer
Die Alpha-Wellen treten vermehrt im Elektro-Enzephalogramm (EEG) auf, ein Indiz für größere entspannte Wachheit, bei länger Übenden treten auch Theta-Wellen vermehrt im EEG auf.
Der Milchsäurespiegel im Blut nimmt ab, ein Hinweis auf abnehmende Angstbereitschaft
Therapeutische Wirkungen auf Psyche und Verhalten:
Wir erfahren ein Gefühl der Geborgenheit, des zunehmenden Grundvertauens
Die Gefühle der Selbstannahme und der angenehmen Gelöstheit steigern sich
Es kommt zur Zunahme der intellektuellen Fähigkeiten, der Lern- und Erinnerungsfähigkeit
Verringerung von Schlaflosigkeit und Angst, von Alkohol- und Drogenmissbrauch, Zigarettenkonsum wurde beobachtet
Bei Personen in helfenden Berufen verbessert sich die Gabe der Einfühlung in seelische Vorgänge bei anderen Personen
²Schwäbisch/Siems: *Selbstentfaltung durch Meditation, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983
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